Das Whistleblowing-Gesetz der Tschechischen Republik

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Das tschechische Gesetz zum Schutz von Whistleblowern, das am 1. August 2023 in Kraft getreten ist, ist ein Meilenstein in der Gesetzgebung zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Gesetz an ihrem Arbeitsplatz melden. Dieses tschechische Gesetz zum Schutz von Whistleblowern wurde eingeführt, um die EU-Whistleblowing-Richtlinie umzusetzen.

Es legt einen Mindeststandard für den Schutz von Hinweisgebern fest und verpflichtet betroffene Unternehmen, darunter Arbeitgeber mit mehr als 50 Beschäftigten, ein Meldesystem einzurichten. Diese Gesetzgebung ist ein wichtiger Schritt zur Förderung einer Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit am Arbeitsplatz.

Anforderungen an Arbeitgeber

Das tschechische Gesetz zum Schutz von Hinweisgebern erlegt Arbeitgebern und Organisationen, die in diesem Land tätig sind, mehrere Anforderungen auf:

  • Einrichtung eines internen Meldesystems: Arbeitgeber mit mehr als 50 Beschäftigten sind verpflichtet, ein internes Meldesystem einzurichten. Dieses System soll die Entgegennahme, Bewertung und Bearbeitung von Meldungen ihrer Beschäftigten und anderer Personen gewährleisten.
  • Benennung einer zuständigen Person: Arbeitgeber müssen eine unparteiische Person benennen, die für die Bearbeitung der Meldungen zuständig ist. Diese Person ist dafür verantwortlich, die Meldungen entgegenzunehmen, die meldenden Personen innerhalb der festgelegten Fristen über den Eingang und die Bearbeitung ihrer Meldungen zu informieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.
  • Gewährleistung des Schutzes von Hinweisgebern: Das Gesetz verpflichtet Arbeitgeber, Hinweisgeber vor Vergeltungsmaßnahmen zu schützen¹. Dazu gehören alle Handlungen oder Unterlassungen nach ihrer Meldung, die sich auf die Arbeit oder andere Aktivitäten des Hinweisgebers beziehen und ihm Schaden zufügen könnten.
  • Veröffentlichung von Informationen: Unternehmen müssen die erforderlichen Informationen auf ihrer Website veröffentlichen, darunter auch Angaben dazu, wie Meldungen über den Whistleblowing-Kanal und an die Behörden zu erstatten sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Gesetz zwar in erster Linie für Arbeitgeber mit mehr als 50 Mitarbeitern gilt, aber auch Arbeitgeber mit weniger als 50 Mitarbeitern sollten die Einrichtung eines internen Kanals in Betracht ziehen, um das Risiko externer Meldungen oder öffentlicher Bekanntmachungen zu mindern. Darüber hinaus gelten einige Bestimmungen des Gesetzes, wie beispielsweise das Verbot von Vergeltungsmaßnahmen gegen Whistleblower, für alle Arbeitgeber, unabhängig von der Anzahl ihrer Mitarbeiter.

Konsequenzen bei Verstößen gegen die Compliance

Das tschechische Gesetz zum Schutz von Whistleblowern sieht mehrere Strafen für Verstöße vor:

  • Für verpflichtete Unternehmen: Wenn ein verpflichtetes Unternehmen kein internes Meldesystem einführt, keinen Whistleblowing-Beauftragten benennt oder zulässt, dass der Whistleblower oder andere geschützte Personen Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt werden, kann gegen das verpflichtete Unternehmen eine Geldstrafe von bis zu 1 Million CZK verhängt werden.
  • Für Whistleblowing-Beauftragte: Whistleblowing-Beauftragte können mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 CZK belegt werden, wenn sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.
  • Für die Behinderung eines Whistleblowers: Wer einen Whistleblower daran hindert, Missstände zu melden, oder ihn/sie Vergeltungsmaßnahmen aussetzt, wird ebenfalls mit einer Geldstrafe von bis zu 1 Million CZK bestraft.
  • Bei falschen Meldungen: Wenn ein Whistleblower wissentlich eine falsche Meldung einreicht, kann er mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 CZK belegt werden.

Diese Strafen unterstreichen, wie wichtig es ist, die Anforderungen des Gesetzes einzuhalten und die Rechte von Hinweisgebern zu schützen.

Schutz für Arbeitnehmer

Das Gesetz zum Schutz von Hinweisgebern in der Tschechischen Republik sieht mehrere Schutzmaßnahmen für Hinweisgeber vor:

  • Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen: Das Gesetz verbietet jegliche Form von Vergeltungsmaßnahmen gegen Hinweisgeber, darunter Suspendierung, Entlassung, Herabstufung, Versetzung, Lohn- oder Arbeitszeitkürzung, Verweigerung von Beförderungen oder Fortbildungen, Disziplinarmaßnahmen, Einschüchterung, Belästigung, Diskriminierung, Nichtumwandlung eines befristeten Vertrags in einen unbefristeten Vertrag oder Nichtverlängerung eines Vertrags sowie vorzeitige Kündigung.
  • Schutzumfang: Der Schutz gemäß diesem Gesetz gilt für Hinweisgeber, die für ein verpflichtetes Unternehmen (auch indirekt) Arbeiten oder arbeitsbezogene Tätigkeiten ausgeführt haben oder ausführen oder die im Zusammenhang mit der Ausführung von Arbeiten oder arbeitsbezogenen Tätigkeiten mit dem verpflichteten Unternehmen in Kontakt standen.
  • Meldekanäle: Das Gesetz erlaubt es Whistleblowern, Meldungen über einen vom Arbeitgeber eingerichteten internen Meldkanal zu machen. In den schwerwiegendsten Fällen können Whistleblower die Meldung sogar öffentlich machen.
  • Anonymität: Obwohl das Gesetz anonyme Meldungen nicht ausdrücklich zulässt, kann das verpflichtete Unternehmen freiwillig beschließen, anonyme Meldungen anzunehmen und diese entweder gemäß den Vorgaben des Gesetzes oder gemäß seinen internen Vorschriften zu behandeln.

Diese Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen sollen Einzelpersonen dazu ermutigen, potenziell rechtswidriges Verhalten ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen zu melden und so eine Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit am Arbeitsplatz zu fördern.

Empfang des Gesetzes

Das Gesetz wurde in den Medien ausführlich diskutiert. Nach turbulenten Debatten und Gesetzesvorschlägen wurde der Gesetzentwurf schließlich verabschiedet und trat am 1. August 2023 in Kraft. Das Gesetz wurde von der internationalen Gemeinschaft, juristischen Personen und Organisationen in der Tschechischen Republik allgemein positiv aufgenommen. Es wird als bedeutender Fortschritt im Einklang mit der europäischen Gesetzgebung angesehen und gilt als entscheidender Schritt für den institutionellen Schutz von Whistleblowern. Die Vorfreude auf das Gesetz und die genaue Beobachtung seiner Umsetzung spiegeln seine Bedeutung und seinen Einfluss auf die Förderung einer Kultur der Transparenz und Rechenschaftspflicht am Arbeitsplatz wider.

Bedeutung externer Anbieter von Whistleblowing-Hotlines

Ein externer Anbieter von Whistleblowing-Lösungen wie Safecall kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, Unternehmen bei der Einhaltung des tschechischen Whistleblower-Schutzgesetzes zu unterstützen. Und zwar folgendermaßen:

  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Safecall bietet eine sichere und vertrauliche Plattform für Whistleblower, um potenziell rechtswidriges Verhalten zu melden. Dies entspricht der Anforderung des Gesetzes, dass Arbeitgeber einen internen Meldemechanismus einrichten müssen. Durch die Nutzung der Dienste von Safecall können Unternehmen sicherstellen, dass sie diese wichtige Anforderung des Gesetzes erfüllen.
  • Kulturelle Perspektive: Die Lösungen von Safecall können dazu beitragen, eine Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit innerhalb einer Organisation zu fördern. Durch die Bereitstellung einer sicheren Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Bedenken äußern können, können Organisationen ihr Engagement für ethische Praktiken und offene Kommunikation unter Beweis stellen.
  • Vertrauensbildung: Vertrauen ist ein entscheidender Bestandteil jedes Whistleblowing-Systems. Die Mitarbeiter müssen darauf vertrauen können, dass ihre Meldungen angemessen behandelt werden und sie vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt sind. Die robusten Schutzmaßnahmen und die sichere Meldeplattform von Safecall können dazu beitragen, dieses Vertrauen aufzubauen und mehr Mitarbeiter zu ermutigen, ihre Bedenken zu äußern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass

Das tschechische Gesetz zum Schutz von Whistleblowern ist eine wichtige Rechtsvorschrift, die Transparenz und Rechenschaftspflicht am Arbeitsplatz fördert. Es verpflichtet Arbeitgeber zur Einrichtung interner Meldemechanismen, bietet Whistleblowern umfassenden Schutz und sieht Strafen für Verstöße vor.

Das Gesetz wurde weltweit positiv aufgenommen und gilt als wichtiger Schritt hin zum institutionellen Schutz von Whistleblowern. Da das Gesetz weiterhin umgesetzt wird und seine Auswirkungen immer deutlicher werden, sind zweifellos weitere Diskussionen und Analysen erforderlich.

Unternehmen können die Einhaltung von Vorschriften sicherstellen, indem sie sichere Meldesysteme einführen, Whistleblower vor Vergeltungsmaßnahmen schützen und eine Kultur der Offenheit fördern. Externe Anbieter von Whistleblowing-Lösungen wie Safecall können dabei eine entscheidende Rolle spielen, indem sie Unternehmen dabei unterstützen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig Vertrauen innerhalb ihrer Belegschaft aufzubauen.

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